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01.07.2015 - Die Stiftung BISS – auf ein Neues!

Als wir 2008 die gemeinnützige und mildtätige Stiftung BISS gründeten, waren alle Beteiligten zuversichtlich, damit einen wichtigen Baustein für die Integration von benachteiligten Menschen in die Gesellschaft zu legen. Die Stiftung beabsichtigte damals, das ehemalige Frauengefängnis Am Neudeck zu kaufen und es in ein erstklassiges Hotel mit sozialem Zweck umzuwandeln. Bekannter­ maßen schlug die bayerische CSU/FDP-Regierung 2011 das denkmalgeschütz­te Gebäude in einem Bieterverfahren zu einem noch immer geheim gehaltenen Kaufpreis einem kommerziellen Immobilienverwerter zu, der das Ensemble seitdem leer stehen lässt.

Hätte die Stiftung BISS ihr Vorhaben realisieren können, wären nicht nur dringend benötigte Ausbildungsplätze für förderbedürftige junge Menschen entstanden, sondern das alte Gefängnis am Auer Mühlbach wäre für immer dem Zugriff von Spekulanten entzogen gewesen. So aber ging eine weitere Münchner Immobilie, die zuvor als Staatseigentum der Allgemeinheit gehört hatte, als Spekulationsobjekt an den sogenannten freien Markt verloren.

Zu BISS kommen täglich Menschen, die zu arm und zu schwach sind, sich durchzusetzen. Ihnen fehlen verwertbare Berufsabschlüsse, sie erledigen die härtesten und am schlechtesten bezahlten Jobs, und sie wohnen unter oft unbeschreiblichen Umständen. Für diese hilfebedürftigen Menschen wird sich die Stiftung BISS weiterhin einsetzen. und sie hält an ihrem ursprünglichen Grundgedanken fest, etwas zu schaffen, das dauerhaft zum Gemeinwohl bei­trägt. Sie möchte deshalb, ergänzend zur Förderung von Ausbildung und Quali­fizierung, Wohnraum für ärmere und bedürftige Menschen schaffen und erhal­ten, indem sie Belegrechte erwirbt und kleinere Wohnungen kauft. Wie wir uns das vorstellen, steht auf den Seiten 24 und 25 in dieser Ausgabe.

Sie sehen, kein Grund für einen resignierten Fatalismus – die Welt wird nicht zwangsläufig immer schlechter, sondern da besser, wo Schwächere die solida­rische Unterstützung derjenigen erfahren, die es im Leben, sei es durch eigene Kraft oder auch durch glücklichere Umstände, besser getroffen haben.